12.Mai 2019, 11Uhr im Gustav-Siegle-Haus.

Konzert mit Ausstellung.

 

Kunst - Maren Profke

Musik - Das Barockorchester der Stuttgarter Philharmoniker.

 

HÄNDEL

Kantate „Il delirio amoroso“

TARTINI
Teufelstriller-Sonate

PURCELL
Auszüge aus „The Fairy Queen”

 

 

 

 

„Von Feen, Teufeln und Liebeswahn“ – Geschichten in Musik und Bildern


Die Musik findet in Formen und (Klang-)Farben immer eine Sprache, um eine Geschichte
dem Hörer nicht nur zu erzählen, sondern erlebbar zu machen, fühlbar zu machen, sodass
der Hörer die Gefühle der Protagonisten mitempfinden kann, die Stimmungen der Szenen
direkt spüren kann:


Ob also die Geister die Feenkönigin nach einer Reihe von Elfenspielen in den Schlaf singen,


ob der Geiger Giuseppe Tartini im Traum den Teufel persönlich spielen hört,


oder ob die Nymphe Clori sich in ihren Liebeswahn hineinsteigert

 –

so unterschiedlich die Inhalte auch sein mögen, die Musik findet die richtigen Ausdrucksmittel.


In unserem Konzert fügt nun die Künstlerin Maren Profke den musikalischen Mitteln die
Mittel der bildenden Kunst hinzu. So wird der Hörer gleichzeitig zum Betrachter, kann
Formen und Farben der Musik und der Malerei vergleichen und vor allem eintauchen in
den Sog der Geschichten, die Musik und Bilder gemeinsam erzählen.

„Il Delirio Amoroso“ – diese Kantate schrieb der junge Georg Friedrich Händel 1707 in Rom, wo er
bald darauf zum gefeierten Komponisten aufstieg. In ihr vereinen sich die schon meisterhafte
Beherrschung verschiedener musikalischer Formen mit dem Esprit des noch jungen Mannes.


„Teufelstrillersonate“ – Ihren Titel erhielt die Sonate des Geigers und Komponisten Giuseppe Tartini
aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades, der alle damaligen Grenzen sprengte und für eine
Weiterentwicklung des Violinspiels sorgte. Tartini soll es so erzählt haben: „Eines Nachts träumte mir,
ich hätte einen Pakt mit dem Teufel um meine Seele geschlossen. Alles ging nach meinem
Kommando, mein neuer Diener erkannte im voraus all meine Wünsche. Da kam mir der Gedanke ihm
meine Fiedel zu überlassen und zu sehen was er damit anfangen würde. Wie groß war mein
Erstaunen, als ich ihn mit vollendetem Geschick eine Sonate von derart erlesener Schönheit spielen
hörte, dass meine kühnsten Erwartungen übertroffen wurden. Ich war verzückt, hingerissen und
bezaubert; mir stockte der Atem, und ich erwachte. Dann griff ich zu meiner Violine und versuchte
die Klänge nachzuvollziehen. Doch vergebens. Das Stück, das ich daraufhin geschrieben habe, mag
das Beste sein, das ich je komponiert habe, doch es bleibt weit hinter dem zurück, was ich im Traum
gehört habe.“


„The Fairy Queen“ - Nach dem großen Erfolg seiner Oper Dioclesian (1690) und King Arthur (1691)
komponierte Purcell 1692 The Fairy-Queen. Die Handlung geht auf den „Sommernachtstraum“ von
Shakespeare zurück, die Rolle der Feenkönigin wird allerdings hervorgehoben, was dem damaligen
Geschmack entsprach. Wir spielen Auszüge der mitreißenden Instrumentalmusik der Oper.

 

Freuen Sie sich auf ein spannendes Konzert im Gustav-Siegle-Haus!

 

Eintrittskarten erhalten Sie hier:

www.stuttgarter-philharmoniker.de

 

Weitere Informationen zu Maren Profke:

www.marenprofke.eu